Ein knappes halbes Jahr vor der Premiere haben gegen 40 Mitwirkende der Theater-Gesellschaft die 140. Spielsaison eröffnet. "Momo" oder "die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte" wird vom 22. Oktober bis zum 19. November auf der Reider Sonnen-Bühne zu sehen sein.Ins Nirgend-Haus an der Niemals-Gasse hatte die TGR-Spielkommission eingeladen - die in einer idyllischen Waldlichtung gelegene Rüttihütte oberhalb Uffikon bot den passenden Rahmen zur Saisoneröffnung, die ganz im Zeichen des Themas ZEIT stand. Bereits auf dem Parkplatz wurden die Theaterleute mit dem Thema ZEIT konfrontiert. Auf dem Weg zur Hütte galt es, anhand von Bildern Begriffe mit der Silbe ZEIT zu erraten. Dass aus dem roten Minus-Geldbetrag nicht nur das erwartete ZEITverlust wurde, sondern einige daraus Defi-Zyt formulierten oder den einstigen DDR-Staatschef Erich Honecker mit ZEITdieb oder kalte ZEIT (und nicht mit ZEITgenosse) verbanden, verdeutlicht das kreative Denken der TGR-Mitglieder. Den Mitwirkenden eine erfreuliche und gute TheaterZEIT wünschte Neu-Präsidentin Monika Schenker, die mit ihrem Mann Hanspeter auch gleich für das leckere Dessertbuffet und verschiedenste Tranksame gesorgt hatte. Nicht nur die Kinder freuten sich besonders daran, dass sogar Glace-Stengel die FahrZEIT in den Wald unversehrt überstanden hatten.Nicolas Russi, der die schriftdeutsche Momo-Fassung für die TGR in Mundart übertragen hatte und in dieser Saison auch Regie führt, erzählte die Handlung, die mehrheitlich in einem alten, zerfallenen Amphitheater spielt. Für viele war es eine Auffrischung der Geschichte, die sie aus dem Anfang der siebziger Jahre von Michael Ende geschriebenen Buch, aus dem gleichnamigen Film oder Zeichentrickfilm schon kannten. Rund 30 Erwachsene und ein halbes Dutzend Kinder werden bei Momo auf der Bühne stehen. So erstaunte es nicht, dass bei der Rollenverteilung und Abgabe der Textbücher durch Spiko-Präsidentin und Regie-Assistenz Marianne Schebath letztlich nur noch wenige Anwesende sitzenbleiben konnten. Zumal es nicht nur im Ensemble, sondern auch in den Bereichen Produktion, Bühnenbild, Licht, Maske, Requisiten, Kostüme, Musik und innere Dienste eine Vielzahl an Leuten erfordert, die ihre FreiZEIT für das Theater einsetzen. Den traditionellen Abschluss bildete das "Klassen-Foto" mit all jenen, die in den kommenden sechs Monaten viel ZEIT ins Theater investieren und an rund 50 Probe-Terminen gemeinsam auf eine gelungene Inszenierung hinarbeiten. Nicht fehlten durfte übrigens bei der Saisoneröffnung die von Markus Schaub geführte Videokamera: Seine "Backstage"-Filme sind mittlerweile beliebter Bestandteil des Saison-Schlussabends ...
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